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Idsteiner Land

Lebendige Diskussion bei FDP-Infotreffen

Anlässlich eines gut besuchten Infotreffens wurde in der Görsrother Mehrzweckhalle auf Einladung der FDP-Idsteiner Land das städtebauliche Konzept für das geplante Baugebiet in Hünstetten-Görsroth-Ost vorgestellt und diskutiert. Nach den vorliegenden Informationen sollen auf dem derzeitigen Sportplatzgelände sowie angrenzenden Grundstücken ca. 87 Einfamilien- und Reihenhäuser sowie sieben Mehrfamilienhäuser entstehen.

OV-Idsteiner Land 4.12.2017 -

Der FDP-Vorsitzende Roland Hoffmann stellte den Sachstand in Form einer Präsentation dar. Die Gemeindevertretung Hünstetten habe im vergangen September den Aufstellungsbeschluss gefasst. Als nächster Verfahrensschritt erfolge voraussichtlich 2018 ein Beschluss der Gemeindevertretung zur Offenlegung des Bebauungsplanes, bei der dann die detaillierten Pläne veröffentlicht werden.
Hoffmann meinte: „Es ist in diesem Stadium wichtig, die richtigen Weichen für das Baugebiet zu stellen, denn grundlegende Änderungen sind nach der Offenlegung zwar noch möglich, aber schwierig und kostenintensiv.“

„Wir sind nicht gegen eine zusätzliche Bebauung in Görsroth, aber wir halten das vorliegende Konzept für unausgereift,“ äußerte sich ein Diskussionsteilnehmer aus Görsroth.

„Die vorgesehene Anbindung zum Baugebiet ist mit einer engen 180-Grad Kurve für LKW nicht befahrbar und auch für PKW ungeeignet. Hier muss unbedingt eine Planung mit einer vernünftigen Anbindung an die L3274 erfolgen, auch wenn dafür ein oder zwei Bauplätze wegfallen sollten,“ fuhr er fort und traf damit die vorherrschende Meinung der über vierzig Anwesenden.

Die richtigen Weichen für das Baugebiet Görsroth-Ost stellen

Auch die Planung der vorgesehenen dreigeschossigen Mehrfamilienhäuser mitten im Wohngebiet wurde kritisiert. Hier trete eine unnötige Sichtbeeinträchtigung und im Winterhalbjahr auch Schattenwurf auf, den es zu vermeiden gelte, indem man diese Häuser am nördlichen Rand des Wohngebietes einplane.

Ein weiterer Kritikpunkt war die Zufahrt zum Baugebiet während der Bauphase. Diese dürfe keinesfalls über die Straße „Im Diehlenhof“ erfolgen, denn die sei ohnehin schlecht ausgebaut und die Hauptzufahrt zum bestehenden Baugebiet.

Die Darstellung eines großen Parkplatzes mitten im Wohngebiet wurde für sehr ungewöhnlich gehalten. „Bei Einhaltung einer üblichen Stellplatzsatzung müsste ein solcher Parkplatz eigentlich überflüssig sein“, stellte dazu Roland Hoffmann fest. Man könne diese Fläche gut als zentralen Spielplatz nutzen.

Er schlug vor, die Anregungen für den neuen Bebauungsplan in Form einer Unterschriftenaktion zu untermauern und somit den Gemeindevorstand und die Gemeindevertretung Hünstetten zu bitten, in der konkreten Planung des Baugebietes für Verbesserungen zu sorgen. Dies wurde mehrheitlich begrüßt und einige Anwesende erklärten sich bereit, bei der Durchführung dieser Aktion mitzuhelfen.
Zum Abschluss der Veranstaltung präsentierte Hoffmann noch kurz die aktuellen Sachstände der geplanten Vorranggebiete für Windkraftanlagen sowie die Planungen für die Ultranet-Stromtrasse in Wallrabenstein.

 

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