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Oestrich-Winkel

Hochwasserschutz Oestrich-Winkel – Status quo und weiter?

Koalition sieht Informationsbedarf.

OV-Oestrich-Winkel 17.1.2018 -

In unregelmäßigen Abständen ist Oestrich-Winkel unmittelbar vom Hochwasser betroffen. Glaubt man aktuel-len Studien, wie beispielsweise der jüngst veröffentlichten Studie des Potsdam Instituts für Klimaforschung, wird sich die Intensität und Häufigkeit in Zukunft erhöhen. Besonders die hochentwickelten, westeuropäischen Länder werden mit intensiverem Hochwasser, besonders aber mit den Folgen zu tun haben, wurde doch der Studie zufolge der Hochwasserschutz in den vergangenen Jahren nicht so voran getrieben, wie es hätte erfolgen müssen. Das nehmen die Fraktionen von CDU und FDP zum Anlass, um sich über die derzeitige Struktur des Hochwasserschutzes zu informieren und perspektivisch die beabsichtigten Maßnahmen bei erwartet höher werdenden Pegelständen in Erfahrung zu bringen.
Bekannt ist, dass sich die Feuerwehren in Oestrich-Winkel bereits im Vorfeld des konkreten Hochwassers, also bei Hochwasserwarnung auf den Einsatzfall vorbereiten. Von Seiten des Katastrophenschutzes auf Kreis- und Landesebene werden bei Großschadenslagen, zu denen Hochwassersituationen in der Regel gehören, eben-falls Maßnahmen geplant und abgestimmt. In der Vergangenheit wurde daher in dem einen oder anderen Fall das THW und Feuerwehren aus anderen Kreisteilen zur Unterstützung hinzu gerufen.
„Die derzeit gut funktionierende Arbeit der Rettungskräfte gilt es hier einmal transparent zu machen. Das ist der beste Weg, um Verunsicherungen und Ängsten vorzubeugen. In den letzten Tagen konnten wir verfolgen, dass in den sozialen Medien Halbwahrheiten und Unrichtiges kommuniziert worden ist. Hier wird deutlich, dass innerhalb der Bevölkerung scheinbar ein Informationsdefizit besteht.“ so Pavlos Stavridis, Fraktionsvorsitzender der CDU Oestrich-Winkel.
„Wir dürfen uns aber nicht mit den Ist-Zustand der Hochwassersituation begnügen. Die aktuellen Studien zeigen deutlich auf, dass gerade in den hochentwickelten Industrienationen der Hochwasserschutz in den vergangenen Jahren vernachlässigt worden ist. Da man von künftig stärker werdenden Naturereignissen ausgeht, ist es für uns, die wir direkt am Fluss leben, wichtig zu wissen, wie die geplanten Maßnahmen vor dem prognostizierten Hintergrund aussehen,“ so Björn Sommer, Fraktionsvorsitzender der FDP Oestrich-Winkel. „Wir wollen uns über das augenblickliche Verfahren informieren und gegebenenfalls Verbesserungspotenzial erarbeiten. Zu überlegen ist, ob diese Informationen nicht auch der Bürgerschaft in Form eines Informationsabends vorgestellt werden. Sicherlich ließen sich externe Berater hierfür gewinnen.“, so Sommer weiter.
Für die Koalitionspartner steht fest, dass das Thema nicht nur für Oestrich-Winkel, sondern für die gesamte Region virulent ist. „Der Klimawandel und damit einhergehend extremer werdende Hochwasserereignisse betreffen nicht ausschließlich Oestrich-Winkel. Die gesamte Region ist davon betroffen. Was Hochwasser im Rheingau – alleine schon Verkehrspolitisch – bedeutet, konnten wir in jüngster Vergangenheit erleben. Hier sollte über die Stadtgrenzen hinweg gedacht werden, “ so die beiden Fraktionsvorsitzenden.
Die Koalitionsfraktionen werden daher, angestoßen durch das jüngste Hochwasserereignis, bei den entspre-chenden Behörden nachfragen, ob die Möglichkeit einer Information seitens des Ministeriums für die Bürger-schaft in Oestrich-Winkel besteht. „Ängste müssen abgebaut, Vorgehensweisen ständig hinterfragt und ver-bessert werden. Die Verwaltung mit den Katastrophenschutzkräften leistet hier gute Arbeit. Dieses Niveau gilt es zu halten und weiter auszubauen. Hierzu gehört auch eine qualifizierte Information der Bürgerinnen und Bürger“, so Sommer und Stavridis abschließend.

 

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