FDP RTK erreicht 4,21 Prozent bei Kreistagswahlen – Fraktionsstatus knapp gesichert – Ergebnis erfordert schonungslose Aufarbeitung

vom

Zum vorläufigen Endergebnis der Kreistagswahl im Rheingau-Taunus-Kreis erklärt der Kreisvorsitzende der FDP, Marius Schäfer:

„Dieses Ergebnis gibt keinerlei Anlass, etwas schönzureden. Im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren haben wir deutlich an Zustimmung verloren. Mit 4,21 Prozent und voraussichtlich drei Mandaten sind wir zwar mit zwei blauen Augen davongekommen und können erneut eine Fraktion im Kreistag bilden – dennoch haben wir ein Mandat eingebüßt. Das macht unsere Arbeit in den kommenden fünf Jahren nicht leichter.“

„Mein ausdrücklicher Dank gilt allen unseren Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfern. Viele sind in den vergangenen Wochen und Monaten an die Grenze des Leistbaren gegangen, manche sogar darüber hinaus. Sie haben vor Ort Flagge gezeigt für die liberale Sache und damit auch ermöglicht, dass wir weiterhin in den kommunalen Gremien vertreten sind. Dieses Engagement verdient größten Respekt.“

„Gleichzeitig sehen wir auch viele ermutigende Signale vor Ort: In zahlreichen Gemeinden und Ortsbeiräten konnten unsere Kandidatinnen und Kandidaten deutlich zulegen und auf den Listenplätzen nach vorne rücken. Das zeigt, dass liberale Politik dann überzeugt, wenn sie nah bei den Menschen ist.“

„Für das schwache Abschneiden auf Kreisebene gibt es mehrere Gründe. Der bundespolitische Gegenwind für die FDP ist derzeit massiv. Vertrauen ist in den vergangenen Monaten verloren gegangen – das spüren wir auch auf kommunaler Ebene deutlich, gerade dort, wo Politik weniger persönlich wahrgenommen wird. Das erklärt einen Teil des Ergebnisses, darf aber nicht als Ausrede dienen.“

„Sobald alle Ergebnisse vorliegen, werden wir die Wahl schonungslos analysieren müssen – strategisch, inhaltlich und personell. Es gilt herauszuarbeiten, wo wir nicht ausreichend durchdringen konnten und wo wir besser werden müssen. Aus diesen Erkenntnissen müssen wir lernen.“

„Politik ist das Bohren dicker Bretter. Dieser Aufgabe stellen wir uns auch in den kommenden fünf Jahren mit voller Entschlossenheit. Unser Ziel bleibt es, den Rheingau-Taunus-Kreis mit klarer liberaler Handschrift voranzubringen.“