FDP RTK: Jobcenter im Rheingau-Taunus-Kreis am bundesweit unteren Ende im Ranking

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„Eine neue Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) welche Jobcenter am besten in den Arbeitsmarkt integrieren, sieht das kommunale Jobcenter des Rheingau-Taunus-Kreises mit einer Vermittlungsquote von nur etwa 15% der Leistungsempfänger am unteren Ende der Rangliste“, informiert Alexander Müller, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion.
Ob Arbeitslose schnell wieder vermittelt werden, hänge offensichtlich stark von der Arbeit des Jobcenters vor Ort statt.
Die Studie belege, so Müller, dass Jobcenter in gemeinsamer Trägerschaft von Bundesagentur für Arbeit (BA) und Kommunen im Schnitt erfolgreicher seien, als rein kommunal geführte Jobcenter.
Zu letzteren gehöre auch das Jobcenter des Rheingau-Taunus-Kreises.
Ihre Arbeitsansätze seien laut Studie offensichtlich unterschiedlich. Bei allein kommunal agierenden Jobcentern würden häufiger beschäftigungsschaffende Maßnahmen (z.B. Bewerbungstraining) genutzt. Bei gemeinsamen Jobcentern stünde stärker die direkte Vermittlung in reguläre Jobs im Vordergrund.
Die schlechten Studienergebnisse für den Rheingau-Taunus-Kreis seien nicht hinnehmbar, kritisiert Müller. Die FDP-Kreistagsfraktion werde deshalb zur nächsten Kreistagssitzung eine Anfrage mit der Forderung einbringen, die Ursachen im örtlichen Jobcenter konkret zu benennen. Gleichzeitig sollen Faktoren in der Verwaltung, der Administration und in der Vermittlung von erwerbsfähigen Leistungsberechtigen aufgezeigt werden, die verbessert werden müssen, um höhere Integrationsquoten in den ersten Arbeitsmarkt zu erreichen, kündigt Alexander Müller an.